Wieviel bringt die Zielgruppenverminderung für erste Einstellungen?

Für die ersten Einstellungen kann es eine erhebliche Ermäßigung auf die Arbeitgeberbeiträge zur sozialen Sicherheit geben. Seit dem 1. Januar 2017 ist die 'Zielgruppenverminderung für erste Einstellungen' um die dritte bis sechste Einstellung erweitert worden. Das System selbst wurde nicht geändert. Was sich allerdings geändert hat, sind die (höheren) Beträge der Ermäßigungen und die (längeren) Zeiträume. Die Beitragsermäßigungen für die Einstellung eines ersten oder zweiten Arbeitnehmers ändern sich nicht.

Die Zielgruppenverminderung für erste Einstellungen wird - auch nach der Regionalisierung der Zielgruppenpolitik durch die sechste Staatsreform - noch immer föderal geregelt. Diese Zielgruppenverminderung beinhaltet eine Senkung der fälligen Arbeitgeberbeiträge zur sozialen Sicherheit bei der Einstellung eines neuen Arbeitnehmers. Das System richtet sich an neue und kleine Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft mit wenig oder keinem Personal. Arbeitgeber in dieser Situation können bei ihren ersten Einstellungen interessante Vorteile erhalten. Im Jahr 2015 gab es eine Ermäßigung für die ersten fünf Arbeitnehmer. Diese Ermäßigung wurde im Jahr 2016 um den sechsten Arbeitnehmer erweitert. Am 1. Januar 2017 fand eine neue Erhöhung der Pauschale statt.

Maximale Ermäßigungsbeträge im Jahr 2017

Arbeitgeber brauchen für den ersten Arbeitnehmer, der zwischen dem 1. Januar 2016 und 31. Dezember 2020 für unbestimmte Zeit eingestellt wird, keine Arbeitgebergrundbeiträge zu bezahlen.

Für den zweiten bis sechsten Arbeitnehmer können sie bei vollen Leistungen eine pauschale Ermäßigung der Arbeitgebergrundbeiträge während eines 20 Quartale langen Zeitraums nutzen, der ab dem Quartal der Einstellung läuft. Der Rang der Arbeitnehmer bestimmt den Betrag der Ermäßigung, der in der Zeit abnimmt:

2. Einstellung: 1.550 Euro (während bis zu 5 Quartalen), 1.050 Euro (während bis zu 4 Quartalen) und 450 Euro (während bis zu 4 Quartalen)

3. Einstellung: 1.050 Euro (während bis zu 9 Quartalen) und 450 Euro (während bis zu 4 Quartalen)

4. Einstellung: 1.050 Euro (während bis zu 9 Quartalen) und 450 Euro (während bis zu 4 Quartalen)

5. Einstellung: 1.050 Euro (während bis zu 9 Quartalen) und 450 Euro (während bis zu 4 Quartalen)

6. Einstellung: 1.050 Euro (während bis zu 9 Quartalen) und 450 Euro (während bis zu 4 Quartalen)

Wenn die Einstellung vor dem 1. Januar 2017 stattfindet, gelten andere Beträge und Fristen.

Anwendungsbedingungen

Für den Arbeitnehmer gelten keine besonderen Bedingungen. Die Ermäßigung ist außerdem nicht mit einem bestimmten Arbeitnehmer verbunden. Der Arbeitgeber kann frei bestimmen, für welchen Arbeitnehmer er jedes Quartal die Zielgruppenermäßigung anwendet.

Zu beachten ist allerdings, dass für den Arbeitgeber Bedingungen mit dem System verbunden sind. Der Arbeitgeber darf nicht oder mindestens während der vier vorhergehenden Quartale vor der Einstellung keinen Sozialversicherungsbeiträgen unterworfen sein.

Das System, das seit dem 1. Januar 2017 gilt, ist vollständig in das bestehende System der Zielgruppenverminderung für erste Einstellungen integriert. Es ändert sich also nichts am Begriff „neuer Arbeitgeber“ oder an der Zählung beim Arbeitgeber, um festzustellen, für welche Arbeitnehmer eine Ermäßigung beantragt werden kann. Das Prinzip, das bei einem Ersatz von einem Arbeitnehmer innerhalb derselben technischen Betriebseinheit die Ermäßigung nur gewährt werden kann, wenn es sich um eine zusätzliche Beschäftigung handelt, bleibt in Kraft.

Verfahren

Es ist kein Antragsverfahren für den Arbeitgeber vorgesehen. Die Anwendung wird beantragt, indem der korrekte Ermäßigungscode auf der dreimonatlichen DmfA-Erklärung angegeben wird. DmfA ist eine Abkürzung für Déclaration multifonctionelle/multifunctionele Aangifte bzw. multifunktionelle Erklärung für die Meldung der Lohn- und Arbeitszeitdaten des Arbeitnehmers. Die Erklärung wird multifunktionell genannt, weil die Daten verschiedener Institutionen verwendet werden.