Wie hoch ist der Gesellschaftsbeitrag?

Bis zum 1. Juli müssen Unternehmen den jährlichen Gesellschaftsbeitrag bezahlt haben. Der Betrag hängt von ihrer Bilanzsumme ab. Für den Beitrag 2019 wird die Bilanzsumme des Unternehmens im Jahr 2017 zugrunde gelegt.

Der Gesellschaftsbeitrag ist ein obligatorischer Jahresbeitrag zu Lasten der Unternehmen, mit dem der Sozialstatus der Selbstständigen finanziert wird (z. B. Rente, Kindergeld, Krankenversicherung). Er ist mit anderen Worten ein Solidaritätsbeitrag.
Ebenso wie in den vorhergehenden Jahren bleibt der Tarif des Gesellschaftsbeitrags unverändert.

Bilanzsumme im Jahr 2017

Ein neugegründetes Unternehmen bezahlt in den ersten beiden Jahren einen Gesellschaftsbeitrag in Höhe von 347,50 Euro. Danach hängt der Beitrag von der Bilanzsumme des vorletzten abgeschlossenen Geschäftsjahres ab.

Große Unternehmen - d. h. Unternehmen, die gemäß den Statistiken der Nationalbank im vorletzten abgeschlossenen Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von mehr als 700.247,09 Euro auswiesen - zahlen im Jahr 2019 den maximalen Gesellschaftsbeitrag in Höhe von 868 Euro. Voriges Jahr lag diese Grenze noch bei 681.341,33 Euro. Dieser Betrag wurde mit dem Verbraucherpreisindex verknüpft.

Kleine Unternehmen - d. h. Unternehmen mit einer Bilanzsumme bis zu 700.247,09 Euro - zahlen 347,50 Euro.

Ein Unternehmen, das im Laufe des Jahres gegründet wird, zahlt für des betreffende Jahr den vollständigen Gesellschaftsbeitrag.

Zahlungstermin

Bereits existierende Unternehmen sowie Unternehmen, die vor dem 1. April gegründet wurden, müssen den Beitrag rechtzeitig überweisen, sodass er spätestens am 30. Juni auf dem Konto der Sozialversicherungskasse gutgeschrieben ist. Wenn eine Gesellschaft nach dem 31. März gegründet worden ist, ist der erste Beitrag spätestens am letzten Tag des dritten Monats nach der Gründung der Gesellschaft fällig.

Die Sozialversicherungskasse sendet dem Unternehmen eine Zahlungsaufforderung. Aber auch ohne diese Benachrichtigung muss das Unternehmen den Beitrag zahlen. Bei verspäteter Zahlung wird ein Aufgeld in Höhe von 1 % pro verspätetem Monat auf den Beitragsbetrag berechnet. Geschäftsführer, Vorstände oder aktive Teilhaber haften übrigens solidarisch für die Zahlung der Beiträge, Erhöhungen und Kosten.

Befreiung von der Beitragszahlung

Neu gegründete Personengesellschaften während der ersten drei Jahre;

für zahlungsunfähig erklärte Unternehmen;

Unternehmen unter gerichtlichem Vergleich;

Unternehmen in Liquidation;

schlafende Unternehmen, die nachweisen, dass sie während des vollständigen Kalenderjahres keine einzige Handels- oder zivilrechtliche Geschäftstätigkeit ausgeübt haben.

Journalposten in der Buchhaltung

Journalposten für die Buchung der Zahlung des Gesellschaftsbeitrags über die Bank:
645 Gesellschaftsbeitrag (Soll)
an 55 Kreditinstitute (Haben)