Unterkunftskosten in Belgien: Erhöhung des steuerlich absetzbaren Betrags

Wenn ein Arbeitnehmer im Namen oder zu Gunsten seines Arbeitgebers Ausgaben tätigt, erstattet der Arbeitgeber diese Ausgaben im Prinzip. Solche Zahlungen sind "angemessene Kosten des Arbeitgebers". Sie sind auf Seiten des Arbeitnehmers nicht steuerpflichtig und auf Seiten des Arbeitgebers lediglich abzugsfähig. Im Prinzip muss der Arbeitnehmer die Echtheit und die Höhe der Ausgaben nachweisen, aber es gibt Ausnahmen, z. B. bei den Übernachtungskosten.

Eigene Kosten des Arbeitgebers

Wenn ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber Ausgaben vorschießt, betrachten die Steuerbehörden die Erstattung dieser Ausgaben nicht als Lohn. Der Arbeitgeber, der solche Kosten erstattet, muss nachweisen können, dass es sich um Kosten handelt, die ihm als Arbeitgeber zustehen, und dass diese Kosten tatsächlich angefallen sind: Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber einen Zahlungsnachweis vorlegen.

Erstattet der Arbeitgeber Kosten, die nicht angefallen sind, oder zahlt er mehr als die tatsächlichen Ausgaben, so gilt die Erstattung tatsächlich als Arbeitsentgelt und ist steuerpflichtig.  

Pauschale

Um den Verwaltungsaufwand für den Nachweis zu vermeiden, werden Pauschalbeträge sowohl für Steuern als auch für die Sozialversicherung akzeptiert. Der Hauptvorteil eines Pauschalbetrags besteht darin, dass nicht mehr nachgewiesen werden muss, dass die Erstattung den Ausgaben entspricht. Es gibt zahlreiche Beispiele für pauschale Erstattungen. Dies gilt z. B. für Autowaschanlagen, Park- und Mautgebühren, Ausgaben für das häusliche Arbeitszimmer, Bewirtungskosten usw. In der Regel werden für solche Erstattungen Rulings abgeschlossen.

Andere Freibeträge, wie z. B. für Übernachtungskosten, werden von den Steuerbehörden in einem Rundschreiben bekannt gegeben. 

An der Steuerfront

So hat die Finanzverwaltung Mitte September 2022 ein Rundschreiben veröffentlicht, in dem die Pauschalsätze für Verpflegungsmehraufwendungen für den Zeitraum ab dem 1. September 2022 angepasst werden. Die vorherige Anpassung war auf den 1. Juni 2022 datiert.

Die neuen Beträge gelten ab dem 1. September 2022:

tägliche Pauschalvergütung (auch als "Verpflegungspauschale" bezeichnet): 19,22 €/Tag (gegenüber 18,84 €/Tag am 1. Juni 2022);

monatliche pauschale Erstattung (maximal 16 Mal): 19,22 €/Tag (zu 18,84 €/Tag am 1. Juni 2022); und

zusätzliches Tagegeld für die Unterkunft ("Hotelkosten"): 144,16 EUR/Nacht (statt 141,33 EUR/Nacht am 1. Juni 2022).

Soziale Sicherheit

Bitte beachten Sie, dass die von den Steuerbehörden festgelegten "Pauschalsätze" von den Pauschalsätzen für die Sozialversicherung getrennt sind. Die oben erwähnten Unterkunftskosten werden von der LISS-Verwaltung nicht als Gehalt betrachtet, wenn sie folgenden Betrag nicht übersteigen: 

10 Euro/Tag für Arbeitskosten (da es keine sanitären Einrichtungen gibt); 

7 Euro/Tag für Mahlzeiten; und 

35 Euro/Tag, wenn der Bedienstete über Nacht bleiben muss

Diese Beträge sind seit geraumer Zeit nicht mehr angepasst worden. Außerdem gelten diese Pauschalbeträge nur für "nicht-sesshafte" Mitarbeiter.